VBG: Regeln fürs richtige Feedback

Die meisten Menschen sind in der gesetzlichen Unfallversicherung pflichtversichert. Das kann für viele mehr sein als nur eine Versicherungspflicht. Der Versicherer VBG (Verwaltungsberufsgenossenschaft) bietet ein umfangreiches Programm an Seminaren für Prävention und Arbeitssicherheit. Versicherte können an zahlreichen Seminaren weitgehend kostenfrei teilnehmen. Besonders interessant ist das für Freiberuflerinnen, denn Seminare, die beruflich passen, werden von Berufsverbänden und Kammern als Fortbildung anerkannt.
Für eines der Seminare fanden wir den Hinweis, dass es seit langem ausgebucht ist: Feedback als Führungsinstrument. Wer Personal anleitet, macht nicht nur Vorgaben, sondern beurteilt auch die Leistungen. Was man mit einem guten Feedback erreichen kann, zeigt dieses Seminar, und vor allem, wie man es erreichen kann. Allerdings ist das Seminar über einen längeren Zeitraum ausgebucht, man kann sich nur vormerken lassen (http://www.vbg.de/DE/Header/5_Seminare/3_Seminarart/seminarart.html?gpdnri=12622362, abgerufen am 6. Mai 2015)
Uns erscheint interessant, was die VBG-Zeitschrift ‚Certo“ in Heft 2/2015 dazu schreibt: Zehn Tipps, wie man richtig Feed-back gibt. Die eigene Meinung als eigene Meinung darzustellen („ich sagen“), aber nicht zu schnell, lautet die erste Regel. Vorher sollte man fragen, was die andere Person denkt und erlebt hat. Und noch einmal: langsam, langsam! Alles was man hört sacken lassen und überdenken, auch wenn’s einen ärgert. Zwar kann man das Vertrauen anderer Menschen nicht steuern, aber man kann wenigstens auf eine Vertrauen schaffende Atmosphäre hinsteuern.
Wer sich schwer tut, Widerworte hinzunehmen, versucht die Neugier in sich zu wecken. „Feedback geben und nehmen stärkt die Persönlichkeit“, weiß die Präventionsexpertin der VBG Jasmine Kix. Die Führungskraft zeige ihr tatsächliches Interesse an den MitarbeiterInnen, indem sie regelmäßig nachfragt und auch zuhört. Üben könne man das, indem man mit den kleinen Dingen anfängt, die einem positiv auffallen. Dann übt man auch gleichzeitig, dass es immer darauf ankommt, konkrete Beispiele zu nennen. Verallgemeinerungen werden nicht verstanden, Beispiele machen deutlich, was man meint. Schwierig wird’s mit der neunten Regel von Jasmine Kix für den Führungsexperten: Rede wie Dir der Schnabel gewachsen ist, wohl aber in einer verständlichen Sprache. Und genau das dürfte vielen Experten schwer fallen. Regel Nummer zehn hilft einem aus der Patsche: Man solle immer auch die eigenen Wünsche und Ziele benennen. Das kann man dann wohl leichter sagen.
Weitere Info über VBG-Seminare: http://vbg.de/seminare

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